Sakristei St. Christophorus in Werne


Eine 500 Jahre alte Kirche aus der Gotik brauchte eine neue Sakristei, die einerseits auf die denkmalpflegerischen Belange in Bezug auf die Kirche Rücksicht nimmt, zum anderen aber mit ihrer Architektur unsere Zeit nicht verleugnet.
Das Prinzip des Baus ist das einer außenliegenden Stahlrohrkonstruktion, die über Abstandsbügel sowohl die vertikale Wand als auch die geneigten Dachflächen hält. Wand und Dachschalen sind Stahl-Sandwichelemente. Die geschlossenen Flächen haben einen Abstand zueinander, der jeweils durch eine Glasscheibe geschlossen wird. Die gesamte Konstruktion wird nach oben hin durch eine Glaskuppel gekrönt, die die Geometrie des Baukörpers im Dachspitz zum Abschluß bringt.
Während alle Stahlteile innen wie außen mit einem grauen Metallicanstrich versehen sind, steht die Inneneinrichtung mit ihren rot-gebeiztem Holzfurnier in Gegensatz zur kühlen Erscheinung der Stahlteile.
Der Anschlußbau zur Kirche ist so einfach gehalten wie möglich. Eine Stahlplatte bildet das Dach, die profillose Verglasung der beiden Seitenwände lassen den Verbindungsbau fast immateriell wirken, was die solitäre Erscheinung der Sakristei auf dem Kirchplatz unterstützt.